„Streulicht“ von Deniz Ohde

„Das bildest du dir ein“, sagte Sophia. Es gäbe keine feindliche Gruppe, keine feindliche Umgebung. „Du nimmst die Dinge eben immer gleich persönlich.“

Aus „Streulicht“ von Deniz Ohde, s. 124.

Inhalt

Sie ist nicht schaumgeboren, sondern staubgeboren; rußgeboren, geboren aus dem Kochsalz in der Luft, das sich auf die Autodächer legt. Und allen Widrigkeiten der Umstände, in die sie hineingeboren wurde, zum Trotz, kämpft sie sich durch ein System, das Menschen wie sie „aussieben“ will. Aber obwohl sie dafür mehr Skepsis als Lob erntet, lässt sie sich durch keine der Barrieren, die man vor ihr aufstellt, aufhalten.

Rezension

„Streulicht“ von Deniz Ohde ist die Abrechnung mit einer Gesellschaft, deren soziale Schere immer weiter auseinanderklafft. Es benennt gnadenlos die Mikroaggressionen, durch die in Bildungs- und Arbeitswelt Unterschiede in Nachteile umgemünzt werden und als massive Mauern an biographischen Schlüsselstellen unsichtbar, für junge Menschen aber nicht weniger unüberwindbar aufgebaut werden. Wir brauchen dieses Buch und noch viel mehr brauchen wir ein breites Verständnis dieses Buchs.

Apple PodcastsDeezerGoogle PlaySpotifyRSS

Show Notes

00:33  |  Begrüßung

01:07  |  Das Universum hat uns enttäuscht

03:14  |  Zwischen Tür und Angel: Inhaltsangabe

03:55  |  Beschreibe dein Verhältnis zu dem Buch in einem Gericht!

06:40  |  Figurenkonstellation

08:34  |  Gewalt im Elternhaus

12:50  |  Generationales Trauma

22:10  |  Mikroaggression und Bildungssystem

26:53  |  Sophia

27:50  |  Unsichtbare Barrieren

35:44  |  Sprache als Handeln

40:37  |  Der Anschlag

45:29  |  Hörerfrage: Die Struktur des Romans

47:08  |  Das Ende

49:07  |  Lieblingszitat

51:03  |  Würdest du das Buch wieder in den Druck geben?

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.