„Land in Sicht“ von Ilona Hartmann

Inhalt

Ein Kreuzfahrtschiff ist beeindruckend: der Luxus, die vielen Menschen, seine schiere Größe. Nicht so die MS Mozart, ein Donaukreuzfahrtschiff, das täglich die Linie von Passau nach Wien und wieder zurück bedient. Unter die Gäste, die sich größtenteils im Rentenalter befinden, mischt sich Jana Bühler, eine junge Frau aus Berlin. Doch es ist nicht bloß ihr Alter, das sie vom Rest der Passagiere unterscheidet. Sie ist nicht des Müßiggangs wegen in See gestochen: Sie ist auf der Suche nach ihrem Vater.

Rezension

„Land in Sicht“ von Ilona Hartmann ist die Flusskreuzfahrt unter den Romanen zum Thema Jugendaufarbeitung. Aus der bequemen Retrospektive heraus geschrieben weiß Jana schon überraschend genau, wie sie die inneren Konflikte navigiert, die ein Treffen mit einem abwesenden Vater, der nicht ihren Erwartungen entspricht, mit sich bringen. Sie hat das Steuer fest in der Hand und wie auf einem Donaudampfer befindet man sich dabei nie wirklich in Gefahr. Dennoch erschafft Hartmann auf diese Art eine feinfühlige Verbindung zwischen ihrer Protagonistin und ihren Leser:innen. Deshalb würden wir es beide wieder in den Druck geben. 

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