„Identitti“ von Mithu Sanyal

„Und was ist mir race?“, insistiert Kali. Davon handelt dieser Blog, und wenn Ihr ihn lange genug lest, verrate ich euch auch die Antwort.

„Identitti“ von Mithu Sanyal, S. 142.

Inhalt

Nivedita studiert postkoloniale Studien an der Uni Düsseldorf und ist begeistert. Hauptgrund dafür ist ihre Professorin Saraswati – eine person of colour, die in Deutschland der Inbegriff der postkolonialistischen Lehre geworden ist. Nivedita verehrt sie wie eine Göttin. Doch dann kommt der Skandal, #saraswatigate: Es stellt sich heraus, Saraswati heißt eigentlich Sara Vera Thielmann und ist weiß. Im Internet entbrennt eine Debatte über den Begriffe „transracial“, aber Nivedita hat mit viel mehr zu kämpfen: dem Tod ihrer Göttin.

Rezension

Wer sich einen dezidierten Überblick über die Debatte der Identitätspolitik verschaffen möchte, findet in diesem Buch alles, was er braucht. Die verschiedenen Charaktere nehmen die einzelnen Positionen in der Debatte ein und richten all ihr Handeln nach diesem ihrem moralischen Kompass aus. Felicitas sagt in unserer Besprechung: „Mit diesem Buch muss man arbeiten.“ Diesen Arbeitsauftrag, so relevant und gelungen er ist, erhalten wir auf Kosten der Romanhandlung. Wir mussten unsere Erwartungshaltung stark regulieren, um bis zum Ende zu kommen, haben das aber nicht bereut. Dennoch lässt uns „Identitti“ deshalb hungrig zurück, auf mehr von Mithu Sanyal.

Show Notes

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Wir freuen uns über eure Kommentare und die Diskussion rund um „Identitti“.

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